Tretross zur Sehnsucht

Meine Liebe, meine Sehnsucht drängt mich zu dir.
Ich klettere auf mein Gefährt und steuere zu ihr.

Der Pfad, zu Fuß, endlos lang, oh mein treues Tretross trägt mich sodann.

Wie anmutig die Nacht, wie hübsch der Tag, die Sonne, der Wind und der Regen verbarg oft die Tränen auf meinem Gesicht.

Der Weg zu ihr, oh welch eine Erquickung auf meinem Räderwerk.

Ich denke an dich, meine Teure, mein Herzstück ich vermisse dich.

Nach vielen liebkosten Stunden, oh wie waren sie zart deine Brüste, deine Lippen, die mich liebreizend küssten, dass ich nahezu starb. Nun Lebewohl meine Geliebte. Ich muss nun fort.

Mein Tretross wie apart es dort steht, ohne Ketten und Fesseln mit der Farbe der Nacht. Es entflammt mein Herz für die Fahrt am frühen Morgen, kaum das die Sonne erwacht.

Des Tags darauf, oh welch ein Unheil. ein Schurke, ein Schuft, du elender Narr; entreißt mein Gefährt, entzweist mein Herz, meine Freiheit, das Elend ist da.

Abscheulich, ein Männerwerk, ein schrecklicher Akt. - Wie kommst du dazu, meine Liebe zu entreißen, ich wünsch dir, ins Gras sollst du beißen.